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4 Fragen an... Jolanda

Aktualisiert: 9. Sept. 2025

DJ, Job Coach und Blumenpflückerin aus Bern



In einer losen Serie stelle ich Menschen aus meinem Umfeld drei Fragen zu Engagement, Hoffnung und Selbstfürsorge. Jolanda macht den Auftakt.


«Ich bin fest davon überzeugt, dass Selbstfürsorge zentral ist, um mit der Geschwindigkeit des Alltags, den Anforderungen der Arbeitswelt und den gesellschaftlichen Strukturen Schritt zu halten.»

Welche Bedeutung hat es für dich, Haltung zu zeigen oder dich einzubringen – im Kleinen wie im Grossen? Und gibt es Themen, Menschen oder Orte, für die du dich besonders engagierst?


"Eine Haltung nach aussen vertreten zu können, beginnt für mich damit, sich seiner eigenen Haltung überhaupt bewusst zu sein. Wie stehe ich zu einem Thema, zu einer Situation, zu einer Frage?


Je komplexer dies ist, desto schwerer fällt es mir oft, eine klare Haltung zu entwickeln. Deshalb ist es mir wichtig, über die Dinge, die mich bewegen oder betreffen, nachzudenken und mich mit verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen. Ebenso braucht es die Flexibilität, die eigene Haltung zu hinterfragen und neu auszurichten.


Beruflich bin ich in der psychiatrischen Rehabilitation und der Arbeitsintegration tätig. Hier versuche ich, mich sowohl fachlich als auch menschlich zu engagieren, beispielsweise indem ich mich für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz einsetze. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit besteht darin, Menschen mit Psychiatrieerfahrung bei der Rückkehr ins Erwerbsleben zu unterstützen, nachdem sie aus der Arbeitswelt ausgefallen sind. Dabei gibt es in den Betrieben immer wieder die Möglichkeit, über fördernde Massnahmen für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu sprechen und das Bewusstsein dafür gezielt zu stärken." 


Woraus schöpfst du Hoffnung?


"Aus der Liebe, aus der Schönheit und aus der Innovation."



Was bedeutet für dich Selbstfürsorge - und ist das etwas was du kultivierst?


"Für mich ist es sehr wichtig, mir genug Zeit für mich allein einzuplanen. Schon dieser Akt bedeutet für mich Selbstfürsorge. Wie ich die Zeit letztlich nutze, ist sekundär. Manchmal brauche ich Bewegung und Aktivität, manchmal möchte ich einen Nachmittag in der Hängematte liegen, manchmal habe ich Lust, etwas Aufwendiges zu kochen, Blumen zu pflücken oder mit dem Fahrrad in den Hofladen zu fahren, um Gemüse zu kaufen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Selbstfürsorge zentral ist, um mit der Geschwindigkeit des Alltags, den Anforderungen der Arbeitswelt und den gesellschaftlichen Strukturen Schritt zu halten."



Welche Musik hörst du zur Zeit und warum?


"Meine Lieblingsmusik variiert je nach Stimmung. Ich bevorzuge meist Musik ohne Vocals, da ich durch die Texte rasch abgelenkt werde.

Aktuell höre ich slow child aus Leipzig, mir gefallen die sanften Melodien. Gerade neu entdeckt habe ich CloZee, eine Produzentin aus Frankreich. 


Seit einem Konzert letzten Frühling in der Elbphilharmonie in Hamburg mag ich zudem Svaneborg Kardby sehr. Wenn ich diese Musik höre, kann ich mich jederzeit an diesen schönen Abend zurück erinnern!."

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Nadine Guldimann © 2025

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